Schach

1. Mannschaft: Der Zug hat keine Bremse

Am achten Spieltag der Landesliga waren die Schachfreunde aus Vöhringen zu Gast in Leipheim. Dabei war die Ausgangslage klar: Während wir mit einem Sieg auch alle mathematischen Restzweifel am Klassenerhalt beseitigen konnten, befand sich Vöhringen als Tabellenachter mitten im Abstiegskampf. Dementsprechend motiviert gingen beide Mannschaften den Kampf an.

Und es kam direkt zu einem Novum in dieser Saison: Zum ersten Mal endete keine einzige Partie kampflos, sodass nach einer halben Stunde an allen acht Brettern auch tatsächlich gespielt wurde. Die Leipheimer ließen sich von dieser ungewohnten Situation aber nicht aus der Ruhe bringen und konnten sich schnell an einigen Brettern Vorteile erspielen. Als erster vermeldete dann Dominik Lohmann (1) einen Sieg. Bereits in der Eröffnung hatte sein Gegner einen Bauern geopfert, diesen jedoch nicht wieder eingesammelt, sodass Dominik zügig in ein gewonnenes Endspiel überleiten konnte – 1:0.  Und auch Florian Mayer (8) hatte sich einen Mehrbauern erspielt. Als er dann einen zweiten Bauern zu gewinnen drohte, gab sein Gegenüber die Partie verloren – 2:0. Als nächstes reihte sich Florian Löffler (7) in die Reihe der Sieger ein. Er konnte einen strategisch schwachen Doppelbauer sowie eine offene Königsstellung auf der Gegenseite ausnutzen und so die Partie auf seine Seite ziehen – 3:0. Laurin Lohmann (2) baute in einem Endspiel seinen Vorteil immer weiter aus und bewegte seinen Gegner so zur Aufgabe – 4:0. Anton Bartenschlager (4) konnte dann bereits den Mannschaftserfolg für Leipheim perfekt machen. In einer ruhigen Partie vereinbarte er ein nie gefährdetes Remis – 4,5:0,5. Und auch Aksh Singh (5) teilte den Punkt. Nach einer Abwicklung in ein zweischneidiges Bauernendspiel nahm er ein Remisangebot seines Kontrahenten an. Und auch wenn einige Zuschauer daran zweifelten, ob die Stellung tatsächlich ausgeglichen gewesen war, bestätigte sich die Einschätzung beider Spieler in der Analyse – 5:1. Georg Knoll (6) musste hingegen die einzige Niederlage des Tages hinnehmen. Nachdem sein Gegner zwei Leichtfiguren sowie einen gefährlichen Freibauern gegen einen Turm erhalten hatte, war die Stellung nicht mehr zu halten – 5:2. Simon Maget (3) legte daraufhin noch die Marathonpartie der Saison hin. Bereits recht früh war seine Partie in ein komplexes Leichtfigurenendspiel mit vielen Bauern auf beiden Seiten übergegangen. Beide Spieler wollten sich aber nicht mit einem halben Punkt zufriedengeben, sodass mal der eine, mal der andere auf Gewinn spielte. Letztendlich endete die Partie nach satten 5 Stunden und 45 Minuten und 120 gespielten Zügen dann doch Remis – 5,5:2,5-Endstand.

Mit diesem klaren Sieg konnten wir zum einen unsere Siegesserie ausbauen, die mittlerweile seit Ende November hält, und zum anderen den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen. Nach einem verpatzten Saisonstart haben wir gerade rechtzeitig noch Fahrt aufgenommen, um dem Abstiegskampf zu entkommen. Da die Liga in diesem Jahr (bis auf Platz 1) recht ausgeglichen ist, rücken wir sogar bis auf den dritten Tabellenrang vor. Am letzten Spieltag steht wie immer die zentrale Endrunde der Landesliga an, bei der alle Begegnungen am gleichen Ort ausgetragen werden. Hierbei treffen wir Mitte April auf die Schachfreunde aus Wetzisreute, die die Endrunde gleichzeitig auch ausrichten.

LANDESLIGA OBERSCHWABEN: STAND NACH DEM 8. SPIELTAG

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